Spendenaufruf, Juni 2021,

Das Spendenkonto der Lutherkirche

Helfen Sie uns bitte, damit wir helfen können

Spendenaufruf Juni 2021

Manchmal fragen wir uns selbst, ob wir denn nichts Wichtigeres zu tun haben, als ständig um Spenden zu bitten. Die Antwort lautet: eigentlich nein. Natürlich haben wir als Kirche in erster Linie für das Geistliche einzustehen. Wir geben unser Bestes, in Form von Online-Gottesdiensten, Videobotschaften und auch sonst für die Gemeinde da zu sein. Unser Kurator Rochus Aust hat es auch unter strengsten Auflagen geschafft, Klangbasierte Kunst im Turm zu installieren, um Passant*innen ein paar Klänge und Einblicke mit auf den Weg zu geben. Das sind die sichtbaren Dinge.

Unsichtbar sind die zahlreichen Hilferufe, die bei Pfarrer Hans Mörtter eingehen, die Künstler*innen, Gewerbetreibenden, Flüchtlinge und vielen anderen, denen es seit März 2020 finanziell immer schlechter geht. Wenn Sie sich durch die Presseartikel und Videos  mit Pfarrer Mörtter klicken, erfahren Sie viele Einzelheiten über die Not. Die alleinerziehenden Mütter haben es besonders schwer, sind davon bedroht, den Strom abgestellt zu bekommen oder gar die Wohnung zu verlieren. Kinder, die keinen Laptop haben, konnten/können am digitalen Unterricht nicht oder kaum teilnehmen. Da hat die Lutherkirche 140 Laptops aufgetrieben, um Abhilfe zu schaffen.

Doch die Notlage verschlimmert sich immer mehr, anstatt sich zu verbessern. Der Finanzbedarf wird immer größer. Wir möchten an dieser Stelle noch einmal darauf aufmerksam machen, dass wir als Institution Spendenquittungen ausstellen können und die Spenden zu 100 % bei den Bedürftigen ankommen, da es keine Abzüge für die Verwaltung gibt. Wie bei der Weihnachtswunschaktion gibt es auch viel Unterstützung von Freiwilligen. Die Kinder zu stärken und insgesamt für eine Zukunftsfähigkeit einzustehen, ist unser größtes Anliegen.

Aber wie? Wir können uns bei all den bisherigen Spendern und Spenderinnen gar nicht genug bedanken. Nein, wir haben keine Filme mit bitteren Tränen von Menschen oder über deren Erleichterung, wenn ihnen geholfen werden konnte. Pfarrer Mörtter kann punktgenau und bedarfsgerecht helfen – sofern er die Mittel dazu hat. Viele von uns sind trotz Abstandsregelungen vom Herzen her enger zusammengerückt und stehen einander bei. Das ist die einzige Möglichkeit, in dieser Misere Linderung zu schaffen. Und manchmal muss es halt Bares sein.

Ab Juli 2021 gibt es wieder Präsenz-Gottesdienste und derzeit finden unter entsprechenden Auflagen Public Viewings der EM und unsere Hof-Konzerte statt. Wir tun, was unter den gegebenen Umständen möglich ist. Und die erbaulichen und fröhlichen Momente sind von großer Bedeutung. Aber es fällt schwer, jemandem, dem das Wasser bis zum Hals steht, nicht oder kaum helfen zu können. Jede/r kann mit einem Beitrag ein Licht und ein Zeichen setzen. Wir bitten ganz herzlich darum.

Text: Helga Fitzner
Redakteurin und Webmasterin der Lutherkirche
Fotos: diverse Fotograf*innen

ZWEI SPENDENKONTEN

für Flüchtlinge, Obdachlose, Kongo-Projekt, „je nach Not und Bedarf“
Evangelische Gemeinde Köln
IBAN: DE49 3705 0198 0007 7020 12
Stichwort: Lutherkirche und Spendenzweck
(Spendenzweck kann sein: Kollekte plus Datum. Flüchtlinge, Obdachlose, Kongo-Projekt oder „je nach Not und Bedarf“, also da, wo es gerade brennt)
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für Corona-Hilfsfonds (Alleinerziehende, Künstler*innen)
Südstadt-Leben e.V. IBAN: DE66 3506 0190 10134 76 060
Stichwort: Corona

Bei Angabe von Adresse schicken wir eine Spendenbescheinigung
Bis zu 200,- Euro reicht der Bankauszug für das Finanzamt

Spendenaufruf von Anfang 2021 von Pfarrer Hans Mörtter

Wir brauchen Hilfe, wir brauchen Spenden mehr denn je, um handeln zu können. Darum bitte ich ganz dringlich.

Wir haben schon zu Beginn des ersten Lockdowns einen Hilfsfonds eingerichtet, um in Not geratene Künstler*innen, Selbstständige, alleinerziehende Mütter und andere Betroffene gezielt und unbürokratisch zu unterstützen. Wir danken allen, die durch ihre Spenden Nothilfe geleistet haben.

Doch der Kreis der Hilfsbedürftigen weitet sich immer mehr aus. Der zweite Lockdown verschärft die Lage weiterhin und erhöht den Finanzbedarf beträchtlich. Durch die reduzierten Gottesdienste mit weniger Teilnehmer*innen geht uns auch noch ein großer Teil der Kollekten verloren – insbesondere die zu Heiligabend und Silvester, weil wir in diesem Jahr keine Anwesenden dabei haben, sondern professionell aufzeichnen lassen. Daraus ergibt sich ein sehr schmerzhaftes „Kollekten-Loch“ deutlich im vierstelligen Bereich.
Unser kultureller Förderverein Südstadt Leben e. V. hat durch die fehlenden Veranstaltungen, Partys und durch den Wegfall des „Kleinsten Weihnachtsmarktes der Stadt“ um die 100.000 Euro weniger Einnahmen als im Vorjahr. Das gefährdet viele soziale und Hilfsprojekte, deren Existenz ohne diese Finanzhilfe in Frage gestellt wird.
Wir haben allein 11 Kirchenasyle laufen und sind Anlaufpunkt für viele Geflüchtete aus der ganzen Stadt. Dazu kommt unsere Obdachlosen-Arbeit, das Menschensinfonieorchester, die Hilfe für Kölner*innen in Not, unser Kongo-Projekt und andere.

Lasst uns nicht hängen, damit wir die nicht hängen lassen müssen, die dringend auf Hilfe angewiesen sind. Für unsere Stadt und unser Menschsein.

Pfarrer Hans Mörtter

Pfarrer Hans Mörtter bei der Pressekonferenz zum Launch der Internetplattform für Flüchtlingshilfe #türauf, Foto: Helga Fitzner
Kongo-Projekt, Werkstatt für die Ausbildung von Näherinnen in Goma, Jericho Peace and Hope, Foto: Pasteur Safari Bakenga, Jericho Hope and Peace
Das Menschensinfonieorchester unter Leitung von Alessandro Palmitessa beim Lutherfest 2013, Foto: Sonja Grupe

Menschensinfonieorchester
Der kulturelle Förderverein der Lutherkirche hat für das MSO ein eigenes Spendenkonto eingerichtet:
Südstadt-Leben e.V.
IBAN DE18 3506 0190 10 134 76 051
Zweck zufügen – ganz wichtig! „Menschensinfonieorchester“

Aktion Weihnachtswunsch an der Lutherkirche, Foto: Timo Belger