Kindergottesdienst in der Lutherkirche mit Ritualen, Musik, Gesprächen und Spielen, Foto: Helga Fitzner

Kindergottesdienst

Rituale, Musik, Gespräche und Spiele

Etwa einmal im Monat feiern wir einen Gottesdienst nur für Kinder, der parallel zum regulären Gottesdienst stattfindet. Der Kindergottesdienst ist an den für Erwachsene angelehnt, aber kindgerecht aufbereitet. Die Kinder können ihre Fragen und ihre Kenntnisse einbringen. Beten, Musik und Geschichten erzählen sind wichtige Bestandteile. Das Team besteht aus vier Frauen: Britta Oberrauch, Dunja Köhn, Annika Krahn und Anastasija Schlaich. Diese stellen sich weiter unten im Rahmen eines Kurzportraits selber vor. Zu jedem Gottesdienst lassen sie sich etwas Besonderes einfallen. (Text: Helga Fitzner)

"Kindergottesdienst macht Spaß und hat gleichzeitig Tiefgang. Für Kinder einfach ein Erlebnis der besonderen Art. Sie erleben, dass es ein Mehr gibt jenseits des Konsums und Machens. Dass da ein Gott und ein Miteinander ist, was sie trägt und stark macht.
Ich freue mich über unser herrliches kreatives, fröhliches KiGo-Team.
Kindergottesdienst an der Lutherkirche ist ein Gewinn für die Kinder."
Pfarrer Hans Mörtter

Fotos: Helga Fitzner und lutherpics

Kindergottesdienst in der Lutherkirche mit Ritualen, Musik, Gesprächen und Spielen, Foto: Helga Fitzner

Singen gehört dazu, und Britta spielt Gitarre

Kindergottesdienst in der Lutherkirche mit Ritualen, Musik, Gesprächen und Spielen, hier das Segnen des Brots, Foto: Helga Fitzner

Das Brot segnen die Kinder selber

Kindergottesdienst in der Lutherkirche mit Ritualen, Musik, Gesprächen und Spielen, hier das Schmücken des Maibaums, Foto: Helga Fitzner

Die Kinder schmückten die Maibäume für die Party "Tanz in den Mai" 2017 in der Lutherkirche

Foto: Helga Fitzner

Annika Krahn bereitet den Kindergottesdienst vor

Kindergottesdienst in der Lutherkirche mit Ritualen, Musik, Gesprächen und Spielen, u. a. angeleitet von Britta Oberrauch, Foto: Helga Fitzner

Kurzportrait von Britta Oberrauch

Ich bin Britta Oberrauch und selbst überrascht, als ich neulich mal nachrechnete und drauf kam, dass ich den Kindergottesdienst schon seit etwa sechs oder sieben Jahren mache. Mit Hannah und Almute habe ich angefangen.  Warum mache ich das eigentlich?
Ich habe mir schon als Kind sehr viele Fragen gestellt und mich mit diesen Fragen sehr lange, sehr alleine gefühlt. Ich bin sehr streng evangelisch aufgewachsen und habe gemerkt, dass das nicht die Wahrheit sein kann, was mir über meine Schuld und Hierarchien erzählt wurde.
Ich habe der Kirche in der späten Jugend den Rücken gekehrt. Antworten habe ich in der Kirche sowieso nicht gefunden.
Das Leben hat mir viele Helfer und Situationen geschickt, durch die ich gelernt habe. Das war nicht immer angenehm, hat mich aber aufgeweckt und ein paar Wunder für mich bereit gehalten.
Hans Mörtter hat mit mir mal aufgeräumt und ich habe bei ihm meine Vorstellung von Gott wiedergefunden. Nach diesem Gespräch hat er mich gefragt, ob ich den Kindergottesdienst machen würde. Es ist mir wichtig, dass die Kinder in der Lutherkirche fragen dürfen, von mir mit Fragen konfrontiert werden und für sich Antworten finden.
Ich liebe...
Kinder, deswegen arbeite ich als Sonderschullehrerin im Brennpunkt. 

meinen Sohn, er ist super und einer meiner größten Lehrmeister.

Musik, daher habe ich Gesang und Gitarre studiert und fast mein Sonderpädagogik-Studium abgebrochen

die Natur und blühe in meinem Garten und als Feenorakel an der Hallo-Feen-Party in der Lutherkirche auf

meine Hände, Kunst, Kultur, die Stille, Gott.

Was hilft uns Menschen?
Demut, denn sie lässt uns immer zurückbesinnen, auf uns, auf Dankbarkeit, Achtsamkeit und auf die vielen Geschenke. Jammern ist einfach und ein gefährliches Fahrwasser. Gnade zu empfinden und gnädig zu sein, macht das Leben leicht.
Und dann natürlich Humor!!!! Daher habe ich vor einiger Zeit auch die Clownin Annette zum KiGo eingeladen.

Kindergottesdienst in der Lutherkirche mit Ritualen, Musik, Gesprächen und Spielen, u. a. angeleitet von Anastasija Schlaich, Foto: Helga Fitzner

Kurzportrait von Anastasija Schlaich

Ich bin 1977 in Tscheboksary in der Nähe von Moskau in Russland geboren und lebe seit 27 Jahren in Deutschland. Durch meinen Stiefvater bin ich zur evangelischen Kirche gekommen, wo ich dann auch mit 16 Jahren konfirmiert wurde.
Ich habe in Aachen Germanistik, Anglistik, Romanistik und Literaturwissenschaften studiert. Nach dem Studium habe ich mit meinem Mann rund vier Jahre in London gelebt und gearbeitet. Dort kam meine Tochter Valeria zur Welt, sie ist inzwischen acht Jahre alt. Seit fünf Jahren wohnen wir in Köln. Hier wurde mein Sohn Aljoscha geboren (er ist fünf Jahre alt). Die beiden wurden am 4. Juni 2017 von Hans getauft. Ich arbeite seit 2013 beim Kölner Wochenspiegel, erst als Journalistin, inzwischen als Redakteurin.

Zum KiGo bin ich durch meine Kinder gekommen. Annika und Dunja haben ihn geführt und ich fand es sehr schön. Es war sehr entspannt, die Kinder waren sehr neugierig und hatten tolle Ideen. Da ich Kinder sehr gerne mag, dachte ich, ich würde es auch gerne machen. Ich finde es spannend, die unterschiedlichen Themen zusammen mit den Kindern zu entdecken und zu besprechen. Man lernt auch selbst viel dazu. Außerdem lernt man viele neue und nette Menschen kennen - so wie Britta, Annika und Dunja.  Von der Lutherkirche habe ich in unserer Zeitung oft gelesen. Sie macht tolle Sachen und Hans Mörtter ist sehr engagiert. Ich freue mich, ein Teil davon zu sein.

Kindergottesdienst in der Lutherkirche mit Ritualen, Musik, Gesprächen und Spielen, u. a. angeleitet von Dunja Ladewig, Foto: Helga Fitzner

Kurzportrait von Dunja Köhn

Ich selbst ließ mich im Jahr 2011 im Alter von 40 Jahren durch Hans Mörtter taufen. In dieser besonderen, engagierten Gemeinde der Lutherkirche wollte ich auch mitwirken und als dann jemand für den Kindergottesdienst gesucht wurde, an dem ich immer wieder mit unserem - damals 3 jährigen - Sohn teilnahm, hatte ich meinen Platz gefunden. Auf diesem Wege kam ich im Januar 2016 zum Kindergottesdienst.

Vor allem möchte ich, dass Kinder die Kirche als etwas Lebendiges erleben, was Freude macht. Ich möchte, dass sich die Kinder als Teil der Gemeinde ernst und wichtig genommen fühlen. Es macht mir immer wieder Spaß, mich von Kinderseite in ein religiöses Thema einzudenken und einen Kindergottesdienst mit den Augen der Kinder mit Geschichten, Spielen, Bastelaktionen und den dazugehörigen religiösen Hintergründen zu gestalten - und natürlich dem Glauben an Gott.

Kindergottesdienst in der Lutherkirche mit Ritualen, Musik, Gesprächen und Spielen, u. a. angeleitet von Annika Krahn, Foto: Helga Fitzner

Kurzportrait von Annika Krahn

Im Kindergottesdienst stehen die Kinder im Mittelpunkt. Daran halte ich mich. Ich habe zwar in Theologie promoviert, aber die Gedanken und Meinungen der Kinder sind im KiGo besonders wichtig. Das Theologisieren ist eine Möglichkeit, die Kinderperspektive zu beachten. Mir macht es zudem Spaß, gemeinsam mit den Kindern Ideen zu entwickeln oder kreativ zu arbeiten. Und last but not least freue ich mich über ein sehr nettes Damen-KiGo-Quartett.

Kindergottesdienst mit Clownin Annette, Foto: Helga Fitzner

Der Kindergottesdienst hat schon eine lange Tradition. 2014 war Clownin Annette zu Gast.