"K)Eine Herberge?"

Kunstprojekt von Cornel Wachter zu Weihnachten 2015

Der Künstler Cornel Wachter hat diese Zeichnung von Peter Hecker aus dem Jahr 1929 schon lange beeindruckt. Für ihn enthält sie eine zeitlose Fragestellung. Weihnachten 2015 verändert er mit dem Grafikdesigner Timo Belger die Aussage des Bildes minimal, doch entscheidend. Hierfür konnte er Cosma Shiva Hagen und Mark Benecke zur Teilnahme gewinnen.
Während auf dem Original Maria und Josef aneinander vorbeischauen, ist das bei der Neuinterpretation etwas anders: "Nun richtet sich Marias Blick fragend an Josef, gleichzeitig innerlich klar, und dessen Blick herausfordernd an den Betrachter", erklärt Pfarrer Hans Mörtter.

Das Kunstprojekt von Cornel Wachter entstand unter der Mitwirkung von Cosma Shiva Hagen, Dr. Mark Benecke, dem Kommunikationsdesigner Timo Belger, Pfarrer Hans Mörtter und Dietmar Birkner von der Kinetic Worldwide Germany GmbH für die Verbreitung des Kunstprojektes auf Großbildschirme mit rund 11 Millionen "Kunden".

Den ersten signierten und datierten Print erhält die Gemeinde der Lutherkirche am Heiligen Abend 2015.

Bericht auf meine-suedstadt.de vom 23.12.2015

Bild und Grafik: Peter Hecker, Timo Belger

Cornel Wachter, Timo Belger, Dietmar Birkner, Hans Mörtter und Dr.  Mark Benecke bei der Pressekonferenz zum Kunstprojekt

Cornel Wachter, Pfarrer Hans Mörtter und Mark Benecke posieren für das Projekt

GENESIS  DES PROJEKTS

1929
Kirchenmaler Peter Hecker* zeichnet Maria und Josef in Großstadtszenerie der 20er Jahre. Die Menschen huschen an dem Paar vorüber, Hecker untertitelt das Bild mit "KEINE HERBERGE"
1984
Peter Heckers Sohn Elmar sendet das Bild als Weihnachtspostkarte an die Eltern des Kölner Künstlers Cornel Wachter, den diese Arbeit tief beeindruckt.
1986
äußert Cornel Wachter erstmals den Wunsch, die Gesichter von Maria und Josef in der Zeichnung durch fotografische Portraits lebender Menschen auszutauschen und so das Bild in seine Zeit zu übersetzen und diese zeitlose Fragestellung neu zu formulieren, neu zu stellen. Er fragt sich, wer könnte dabei Maria und wer Josef sein.
1996
besucht Cornel Wachter die Sängerin Nina Hagen in Kalifornien und trifft erstmals deren schöne Tochter Cosma Shiva Hagen. Blitzartig ist ihm klar, dass er in Cosma Shiva „seine“ Maria gefunden hat.
1986 - 2014
Cornel Wachter sucht „seinen“ Josef und findet ihn nach fast zwei Jahrzehnten in seinem Nachbarn Dr. Mark Benecke. Benecke trägt als Tattoo Cosmas Autogramm auf dem Unterschenkel – wenn das nicht passt.
2015
fragt Cornel Wachter Cosma Shiva Hagen und Dr. Mark Benecke, ob sie in seiner Montage das heilige Paar darstellen möchten. Beide sagen spontan und erfreut zu und so kann Wachter mit seinem Grafikdesigner Timo Belger das fertige, ins „Heute“ transponierte Bild zu Weihnachten 2015 unter dem Titel "(K)EINE HERBERGE ?" nun vorstellen.

Pfarrer Hans Mörtter von der Lutherkirche in der Kölner Südstadt hat es möglich gemacht, dass ein erster, vom Künstler datierter und signierter Print an Heiligabend den „Südstädtern“ seiner Gemeinde geschenkt wird. Sie sollen das Thema des Bildes in der Familie und im Freundes- und Bekanntenkreis besprechen. Dies hat schon gute Tradition in der Lutherkirche.

Der in Köln lebende Dietmar Birkner, Managing Director der Firma „Kinetic Worldwide Germany GmbH“ aus Frankfurt wurde auf die Aktion aufmerksam und bot Wachter die kostenfreie Projektion des Kunstprojekts um Weihnachten 2015 über „infoscreen“ zu bis zu 11 Millionen Menschen auf Bahnhöfen, in Schnellrestaurants, in Apotheken, in öffentlichen Räumen an.

Für einen Künstler, der sonst nur die Verbreitung durch Galerien und Museen gewöhnt ist – der „helle Wahnsinn“, einfach „unfassbar, wunderbar“, wie Wachter sagt.

Der Maler Peter Hecker (* 13. April 1884 in Türnich, † 28. Dezember 1971 in Scheuren bei Altenberg) war ein Meister sakraler Wandgemälde. Leider wurden manche seiner Kölner Gemälde in Kirchen oder im alten Opernhaus am Hohenzollernring Opfer des Zweiten Weltkrieges. Seine Arbeiten sind aber in Köln noch zu finden, so auch an prominenter Stelle, z. B. unter der Orgelempore des Kölner Domes.