Filmplakat,

"Das neue Evangelium" von Milo Rau

Pfarrer Hans Mörtters Filmtipp 

Am 17. Dezember 2020 startet der neue Film von Milo Rau leider nur digital, aber mit direkter Beteiligung der Kinos. Der Ausnahme-Regisseur hat drei Ebenen ausgewählt: ein Passionsspiel, das in der italienischen Stadt Matera aufgeführt wird, eine Reportage darüber und die Situation afrikanischer Flüchtinge. Er vermischt hier wieder Theater, Film und politischen Aktivismus miteinander.
Text: Helga Fitzner
Plakat: Port au Prince Film

Unter http://www.dasneueevangelium.de erwirbt der Zuschauer sein Online-Kinoticket und wählt gleichzeitig ein Kino aus, das er am Erlös beteiligen möchte. Dieses Kino erhält dann 30% des Preises eines digitalen Tickets. Der Film DAS NEUE EVANGELIUM ist nach Bezahlung und anschließender Aktivierung der Ticket-ID 24 Stunden streambar. Zusätzlich wird als Bonusmaterial ein Q&A mit Regisseur Milo Rau und dem Hauptdarsteller und Politaktivisten Yvan Sagnet abrufbar sein.

Die Preise für die digitale Auswertung:
Einzelticket: 9,99 Euro
Ab 20 Karten bei Gruppen: 7,99 Euro
Ab 50 Karten für Gruppen: 5,99 Euro

Ausführliche Filmkritik von Helga Fitzner

Ankündigungstext von Port au Prince Film

Regisseur Milo Rau inszeniert in der süditalienischen Stadt Matera, in der sowohl Pier Paolo Pasolini als auch Mel Gibson ihre legendären Filme über das Leben Jesus’ gedreht haben, DAS NEUE EVANGELIUM. Gemeinsam mit dem
Politaktivisten Yvan Sagnet schafft er einen hochpolitischen Jesus-Film, in dem biblische Erzählung und verzweifelte Revolte ineinanderfließen.

Entstanden ist ein hybrider Film: eine Verschmelzung von Dokumentarfilm, Spielfilm, politischer Aktionskunst und Passionsspiel. DAS NEUE EVANGELIUM ist ein Manifest für die Opfer des westlichen Kapitalismus, das angesichts der europäischen Flüchtlingskrise und der weltweiten Black-Lives-Matter-Bewegung aktueller nicht sein könnte. Ein authentisch politisches wie auch theatralisches
und filmisches neues Evangelium für das 21. Jahrhundert.

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