Gott ist..? - Monatliche Gesprächsreihe

Gott aus christlicher und muslimischer Sicht

Am 23. März 2014 um 19.30 Uhr begannen wir unsere Gesprächsreihe:„Gott ist …?“, bei der Christen und Muslime sich in freier Begegnung treffen können, damit sich unsere Blicke weiten.

Willkommen sind neben den "Wissenden" besonders die Zweifelnden, Fragenden und Suchenden, die Protestanten, Katholiken, Juden, Muslime, "Ausgetretenen", Schwulen und Lesben, Obdachlosen, Armen und Wohlhabenden, Jungen,  Alten und Kinder.

Es geht um Menschen in ihrem Andersein, in Begegnung und als Bereicherung!

Veranstalter sind Pfarrer Hans Mörtter und die liberale
„Muslimische Gemeinde Rheinland", die seit 2013 ihren Standort an der Lutherkirche hat.

Wir freuen uns immer auf unseren Gast Rabeya Müller, die umtriebige Pädagogin und Islamwissenschaftlerin, die sich u. a. mit interkulturellen und interreligiösen Bildungs- und Unterrichtskonzepten befasst.

Text: Hans Mörtter
Foto: M. Ildem

Am 6. April 2014 greifen Imamin Rabeya Müller und Pfarrerin Anna Quaas das Thema "Wieso lässt Gott das zu?" auf.

Hier ist eine Zusammenfassung des ersten Gesprächs vom 23. März 2014

Gott ist froh über jeden, der seinen Verstand benutzt
Die Muslimische Gemeinde im Rheinland (MGR) gibt es seit 2012 und sie versteht sich als moderne und weltoffene Gemeinde. Seit letztem Jahr trifft sie sich monatlich zum Gebet im Gemeindezentrum der Lutherkirche. Die Gemeindeglieder kommen aus einem weiten Einzugsbereich. Bei einem muslimischen Gebet gibt es einen Vorbeter, den Imam, der beim MGR nicht immer derselbe ist. Aber meistens ist es die Theologin Rabeya Müller. Am 23. März hat Rabeya Müller gemeinsam mit Pfarrer Hans Mörtter Muslime und Christen in den Gemeindesaal der Lutherkirche eingeladen, um über ihren Glauben zu sprechen. Die beiden Gemeinden wollen künftig miteinander und voneinander lernen. Rabeya Müller und Hans Mörtter haben je mit kurzen Statement in das Thema eingeführt. Im anschließenden Gespräch ging es erst einmal darum zu verstehen, was der andere eigentlich glaubt und wie er lebt. Es hieß dann „koranisch gesehen ist es so“ und: „biblisch gesehen ist es so“. Doch es kamen auch Fragen auf, die tiefer gingen. Zum Beispiel: Ist Gott in alten Büchern zu finden? Oder ist er uns Menschen näher als unsere Halsschlagader, wie es im Koran heißt? Diese Frage ist weder für Muslime noch für Christen unumstritten. Eine abschließende Antwort hat der Abend selbstverständlich nicht gebracht. Dafür brachte er das Gefühl, gemeinsam an etwas dran zu sein, was von Bedeutung ist. Mit ihrem Schlusswort erinnerte Rabeya Müller daran, dass man es sich mit der Religion nicht zu einfach machen darf: „Gott ist wütend auf die, die ihren Verstand nicht benutzen“.

Text: David Borgardts, Student der Evangelischen Theologie

Rabeya Müller, Islamwissenschaftlerin, Religionspädagogin, Themengottesdienst

Rabeya Müller ist Islamwissenschaftlerin und Religionspädagogin