Lutherkirche

Nachtstille - Oase der Ruhe

Zeit der Besinnung immer vor Ostern und vor Weihnachten


Bei der Nachtstille gibt es Texte, die von Schauspielern gelesen werden, also Stimme und dazu Musik. Es wird nur eine einzige Kerze angezündet. Die Nachtstillen haben wir bewusst eingeführt, um den Besuchern die Gelegenheit zu bieten, mal zur Ruhe zu kommen. Die Adventszeit ist eigentlich eine Bußzeit, eine Zeit zur Umkehr. Für Buße/Umkehr gibt es ein gutes Beispiel. Wenn ein Flugzeug landet, dann gibt es beim Bremsvorgang den sogenannten Umkehrschub. Bei der Landung kommt es mit voller Energie angebraust. Damit würde es aber mit ungehinderter Wucht auf die Erde prallen.

Das genau beschreibt unseren menschlichen Zustand. Wenn wir immer nur drauf losdüsen, werden wir nie heil landen können, denn die Landung würde katastrophal enden, nämlich tödlich. Das geht nicht. Der Pilot kippt bei der Landung die Energie um und bremst damit das Flugzeug ab. Das ist der Umkehrschub. Das Wort für Umkehr/Buße heißt im Hebräischen „Schub“. Daher kommt das Wort Umkehr-Schub. Es ist lebensnotwendig, um ankommen zu können.

Diese Nachtstillen wollen wir als ein „Lebensprinzip“ anbieten, um zur Ruhe zu kommen, nicht zugedröhnt zu werden, einfach still zu sein und diese Stille zu genießen. Das erfolgt mit einfühlsamer Musik (auch Obertongesang)und einem aussagekräftigen Text. Hier entsteht ein Raum, in dem ich anhalten kann und mich in ein Gesamtgefüge hineinnehmen lassen, damit vielleicht etwas ins Schweben gerät. Ich halte an und bin.

Hans Mörtter
Nachtstille 2011, Plakat: Hermann Vogel
Engelnachtstille 2011, Plakat von unserem Kurator Hermann Vogel



Innehalten

Raum für Meditation